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Bereits rund 4,5 Millionen Euro für Daaden und Weitefeld 14.02.2020 


          Zu einem Projekttag mit dem Thema „Städtebauförderung und städtebauliche Erneuerung“ besuchten am Donnerstag Studierende der Hochschule für öffentliche Verwaltung Daaden und Weitefeld. Die beiden Kommunen wurden 2014 in das Förderprogramm „kleine Städte und Gemeinden“ aufgenommen und bilden seitdem einen „Kooperationsverbund“.

Dozent Christoph-Josef Böhle hatte den Studierenden in der Mayener Hochschule für öffentliche Verwaltung in einem Theoriemodul am Vortag die rechtlichen Grundlagen der Städtebauförderung vermittelt. Da er früher im Innenministerium in Mainz für diesen Bereich in verantwortlicher Funktion tätig war, wurden Daaden und Weitefeld als landesweit bekannte und sehr aktive Förderkommunen für den Projekttag ausgewählt.

Im Daadener Rathaus informierte zunächst Bürgermeister Wolfgang Schneider über seine Verbandsgemeinde und stellte die Eckdaten über Wirtschaftsbetriebe, Infrastruktur und Tourismus anschaulich dar. Fachbereichsleiter Wolfgang Märker erläuterte den Projektverlauf seit Bewerbung und Programmaufnahme im Jahre 2014. Neben dem Fontenay-le-Fleury Platz wurde in Daaden das Bürgerhaus generalsaniert und barrierefrei umgebaut. Auch der im Zentrum gelegene Günter-Wolfram-Platz und der Hans-Artur-Bauckhage-Platz wurden mit diesen Fördermitteln neu hergestellt. Im Weitefelder Ortsteil Oberdreisbach konnte im vergangenen November ein sehr schöner Dorfplatz eingeweiht werden, der Besucher und Touristen ebenfalls zum Verweilen einlädt.

Glücksfall für Daaden und Weitefeld – Transparenz notwendig

Insgesamt wurden Daaden und Weitefeld bislang 4,53 Millionen Euro für die Städtebaufördermaßnahmen bewilligt. In der Präsentation wurden die bislang abgeschlossenen Maßnahmen vorgestellt. „Ohne diese Fördermittel von Land und Bund wären die Maßnahmen kaum zu stemmen“, meinte Märker. Stadtbürgermeister Walter Strunk und Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler betonten hierbei, dass ein transparentes Verfahren Fördervoraussetzung sei. Alle Beschlüsse wurden von den Gremien daher in öffentlicher Sitzung gefasst. Die Baumaßnahmen und Planungen wurden umfassend in Bürgerversammlungen und Expertenrunden dargestellt, um anschließend das städtebauliches Entwicklungskonzept „ISEK“ zu beschließen. Sie bezeichneten die Programmaufnahme als „Glücksfall“ und dankten ADD, Innenministerium sowie Bürgermeister Wolfgang Schneider und seiner Verwaltung für die Unterstützung der Projekte.

Private Förderung möglich

Dipl.-Ing. Ingo Breitenbach erläuterte, dass im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) auch private Haussanierungen eine finanzielle Unterstützung erhalten können. „Es muss sich um eine umfassende Sanierung handeln. Es reicht nicht, wenn nur die Fassade gestrichen wird, “ so Breitenbach. Den Studierenden wurden gelungene Praxisbeispiele für private Sanierungen präsentiert. Sachbearbeiterin Martina Göbel von der ADD Koblenz stand den Studierenden ebenfalls für Fragen zur Verfügung.

Ortsbesichtigung mit Ausblick auf Projekte

Bevor die bereits durchgeführten Baumaßnahmen in Daaden und Weitefeld vor Ort besichtigt wurden, gab es durch die Bürgermeister einen Ausblick auf die in nächster Zeit anstehenden Projekte. Weitefeld wird das Dorfgemeinschaftshaus generalsanieren und erweitern. Alleine für Schallschutzmaßnahmen muss die Gemeinde rund 320.000 Euro einkalkulieren. Die Neugestaltung des Ortsmittelpunktes rund um die Weitefelder Grundschule steht bei der Höhengemeinde ebenfalls auf der Agenda. In der Stadt Daaden geht es unter anderem um die städtebauliche Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes, der aktuell nur ein Provisorium darstellt. Daneben muss noch die Fußgängerbrücke am Fontenay-le-Fleury-Platz erneuert werden. In der Beratung ist auch die Errichtung eines zweiten Kreisverkehrsplatz im Ortseingangsbereich mit Städtebaufördermitteln.

Die Mayener Studierenden waren vom Umfang der Neugestaltung und der termingerechten Umsetzung der Großprojekte beeindruckt. Sie bekundeten mit zahlreichen Fragen zu den Einzelprojekten ein überaus großes Interesse am Studienthema „Städtebauförderung“.